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unserer Homepage. Letzte Aktualisierung 14.02.2019

Pommernlied

Text: Gustav-Adolf Pompe

 

Wenn in stiller Stunde Träume mich umweh’n,

bringen frohe Kunde Geister ungeseh’n

reden von dem Lande meiner Heimat mir,

hellem Meeresstrande, düsterm Waldrevier.

 

Weiße Segel fliegen auf der blauen See,

weiße Möwen wiegen sich in blauer Höh’,

blaue Wälder krönen, weißer Dünensand:

Pommerland, mein Sehnen ist dir zugewandt!

 

Aus der Ferne wendet sich zu dir mein Sinn,

aus der Ferne sendet trauten Gruß er hin.

Traget lauer Winde meinen Gruß und Sang,

wehet leis und linde treuer Liebe Klang.

 

Bist ja doch das eine auf der ganzen Welt,

bist ja mein ich deine treu dir zugesellt,

kannst ja doch von allen die ich je geseh’n,

mir allein gefallen, Pommerland so schön

 

Jetzt bin ich im Wandern, bin bald hier bald dort,

doch aus allen andern, treibt’s mich immer fort:

Bis in dir ich wieder finde meine Ruh’,

send ich meine Lieder, dir o Heimat zu.

 

Dieses Lied drückt unsere Verbundenheit mit unserer pommerschen Heimat aus. In seiner Melancholie und Tiefe spiegelt sich die Seele der Pommern. Eines der schönsten Heimatlieder Deutschlands.

Gustav Adolf Reinhard Pompe. geboren am 12. Januar 1831 zu Stettin, studierte in Halle/Saale Theologie und Philologie. Sein Pommernlied findet sich in einem Briefe an die Mutter beigefügt, datiert Halle, 19. März 1852. Auf einer studentischen Ferienwanderung im Harz soll es entstanden sein: In einer gemeinsamen Runde, so schreibt er, hätten nacheinander die beteiligten verschiedenen Landeskinder ihre Heimatlieder angestimmt, zwei Pommernsöhne aber hätten mit schmerzlichem Vermissen zugehört; es gab noch kein Pommernlied. Daraufhin habe der dritte, eben Adolf Pompe, dieses Lied entworfen. Die Melodie des Pommernliedes wurde von "Freiheit die ich meine" (Carl Groos, 1818) übernommen.

Pompe wirkte später nach kurzer Lehrtätigkeit u.a. in Greifenberg, als Oberpfarrer in Labes, als Superintendent in Lauenburg und später in Demmin, wo er am 23.12.1889 starb.
 

 

Das Bergische Heimatlied

Text: Rudolf Hartkopf (1859 – 1944)

Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt.
Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,
die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain.
Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand,
|:da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.:|


Wo die Wupper wild woget auf steinigem Weg
An Klippen und Klüften sich windet der Steg.
Wo der rauchende Schlot und der Räder Gebraus,
die flammende Esse, der Hämmer Gesaus
Verkünden und rühmen die fleißige Hand:
|:Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.:|


Wo die Schwerter man schmiedet dem Lande zur Wehr,
wo´s singet und klinget dem Höchsten zur Ehr,
wo das Echo der Lieder am Felsen sich bricht,
der Finke laut schmettert im sonnigen Licht,
wo der Handschlag noch gilt als das heiligste Pfand,
|:da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.:|


Wo so wunderbar wonnig der Morgen erwacht,
im blühenden Tale das Dörfchen mir lacht,
Wo die Mägdlein so wahr und so treu und so gut,
Ihr Auge so sonnig, so feurig ihr Blut,

Wo noch Liebe und Treue die Herzen verband:
|:Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.:|


Keine Rebe wohl ranket am felsigen Hang,
kein mächtiger Strom fließt die Täler entlang.
Doch die WäIder sie rauschen so heimlich und traut,
ob grünenden Bergen der Himmel sich blaut,
drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand:
|:Schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.:|


Wo den Hammer man schwinget, mit trotziger Kraft,
da schwingt man die Schwerter auch heldenhaft,
wenn das Vaterland ruft, wenn das Kriegswetter braust,
hebt kühn sich zum Streite die bergische Faust,
dem Freunde zum Schutze, dem Feinde zur Schand,
|:mit Gott für den Kaiser, fürs Bergische Land!:|

 

Das Bergische Heimatlied ist die Hymne des Bergischen Landes.

Melodie: Caspar Joseph Brambach.          Uraufführung am 30. Oktober 1892.



 

 

 

 

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